Idee & Methode


Was ist dicto.de ?

dicto.de ist ein WBT System (Web Based Training System), also ein online, über das Internet funktionierendes Lernprogramm. Es basiert auf der Lernkartenmethode nach Sebastian Leitner (hierzu unten mehr).

Die Vermittlung von einfach strukturiertem Wissen (Fachbegriffe, Fakten, Vokabeln usw.) ist mühselig aber oft notwendig. Durch die Verwendung der Lernkartenmethode wird dieser Vorgang vereinfacht und überschaubar. Die dicto Adaption der Methode wird mit der Zeit noch weiter Vorteile ermöglichen.

Im Vergleich zu anderen WBTs ist das Besondere an dicto.de, dass die Lerninhalte (der Inhalt der dicto- Datenbank), nicht von den dicto Entwicklern stammen, sondern von beliebigen Autoren aus dem Internet. Auch die Kontrolle und Korrektur dieser Lerninhalte wird nicht von uns, sondern ebenfalls von Leuten aus aller Welt, den Paten übernommen.

Was kann das dicto System ?

Auf den ersten Blick ist dicto.de also so etwas wie ein Vokabeltrainer im Internet. Das System kann aber noch mehr, als ein 'normaler' Vokabeltrainer. Die folgende Aufstellung soll nur einige der besonderen Merkmale des dicto Systems darstellen:
  • Das System ist für jedes Wissensgebiet verwendbar, bei dem die Lerninhalte einfach strukturierbar sind.
  • Es enthält bereits eine große, ständig wachsende Wissensdatenbank als Basis zum Lernen und Nachschlagen.
  • Jede Aufgabe (Lernkarte) die ein Benutzer bearbeitet wird unter seinem Login-Namen auf dem dicto Server zentral gespeichert. Auf dieser Weise wird der Lernfortschritt über mehrere Sitzungen hinweg automatisch dokumentiert und kann später ausgewertet werden.
  • Das dicto System ist von überall, über jeden Internet Rechner zugänglich. Dies hat den Vorteil, dass Sie von überall (Zuhause, am Arbeitsplatz, im Urlaub) Ihre Lektionen weiterlernen können.
  • Der öffentliche Bereich von dicto.de ist für den privaten Gebrauch kostenlos.

Wie funktioniert die Sebastian Leitner Methode ?

Sebastian Leitner hat schon 1972 in seinem Buch 'So lernt man lernen. Der Weg zum Erfolg.' das Lernen mit Lernkarten (Karteikarten) beschrieben. Das Buch ist im HERDER spektrum Verlag erschienen, kostet unter 20 DM und ist über die ISBN Nummer 3451050609 bestellbar.

Kurzbeschreibung aus dem Klappentextes:
'Es gibt keine schlechten Schüler, es gibt nur miserable Lernmethoden. Mit Hilfe des erfolgreich erprobten Leitnerschen Lernsystems kann jeder den Lern-Erfolg erfahren. Dass Lernen Spaß machen kann,- bei geringem Zeit- und Energieaufwand-, darauf stimmt schon die Lektüre dieses originell geschriebenen Buches ein.
Sebastian Leitner war Publizist mit Schwerpunkt auf medizinischen und psychologischen Fragen.'

Darstellung der Methode
Im wesentlichen basiert das Leitner Lernsystem auf der konsequenten Anwendung von zwei alten Sprüchen:
  • 'Wiederholung ist die Mutter der Weißheit' - Volksmund
  • 'Erfolg heißt teilen und herrschen' - Julius Caesar
Sebastian Leitner hat aus diesen Weißheiten mit Hilfe eines Karteikastens eine Methode gemacht. Dieser Karteikasten (auch Lernkasten oder Lernkartei genannt) enthält von vorne nach hinten 5 immer größer werdende Karteikastenfächer, die stellvertretend für den ansteigenden Lernfortschritt stehen.

Auf Karteikarten werden dann die Aufgaben (Vorderseite) und die Lösungen (Rückseite) aufgeschrieben. Im einfachsten Fall, z.B. bei Vokabeln, genügt jeweils ein Wort auf jeder Seite, nämlich in der Muttersprache auf der Vorderseite und auf der Rückseite in der Fremdsprache.

Nun hat man einen leeren Karteikasten und einen Stapel beschriebener Karteikarten, so dass es endlich losgehen kann. Man nimmt den ersten kleinen Stapel Karten und steckt ihn in das erste Fach. Dieses lässt aufgrund seiner Größe keine all zu große Anzahl Lernkarten zu.

'Die guten ins Töpfchen und die schlechten ins Kröpfchen'

Aus diesem Stapel nimmt man wiederum die erste Karte und versucht sich zu erinnern, was wohl auf der Rückseite steht (man hat es ja schließlich selbst hingeschrieben). Kommt man zum richtigen Ergebnis, kann die Karte in das zweite Fach gesteckt werden, wenn nicht - und dies ist am Anfang sicher der häufigere Fall - steckt man sie an das Ende des Stapels im ersten Fach.

Da das erste Fach immer wieder mit frischen Karten aufgefüllt wird, dauert es eine Weile bis das zweite Fach so voll mit einmal gewussten Karten ist, dass nichts mehr hinein passt. Jetzt wird es Zeit, sich diesen Stapel im zweiten Fach vorzunehmen. Die abermals gekonnten Karten wandern ins dritte Fach (ins 'Töpfchen'),- die schlechten ins Fach Nummer 1 zurück (ins 'Kröpfchen').

Und so geht es dann immer weiter und weiter. Gekonnte Karten wandern nach oben, nicht gekonnte nach unten. Frische Karten werden immer wieder im ersten Fach aufgefüllt. Wenn eins der Folgefächer voll ist, wird dieses angegangen um wieder Platz zu schaffen. Das ganze geht solange bis zwei Bedingungen erfüllt sind:
  • Es gibt keine frischen Karten mehr,- alle Aufgaben die Sie lernen wollen sind im Lernkasten unterwegs.
  • Alle Karten befinden sich im fünften Fach,- Sie haben Ihr Lernziel erreicht.
Quintessens
Etwas kann dann als erlernt gelten, wenn es, über einen bestimmten Zeitraum hinweg, vier mal richtig wiederholt wurde. Durch Fehlversuche erhöht sich die Anzahl der Wiederholungen. Das bedeutet, ein Lerninhalt, den man gut beherrscht, gilt nach 4 erfolgreichen Abfragen als gelernt, während Lerninhalte die schwerer fallen, solange wiederholt werden bis sie sitzen.

Adaption der Methode
Die dicto Adaption der Methode geht frei mit den Leitner Vorgaben für Größe der Fächer und Anzahl der Karten um. Man kann sich an die Leitner Vorgaben halten,- muss es aber nicht. Auch entfällt der erste Schritt des Lernprozesses,- das Beschriften der Karteikarten, da man ja auf bereits vorhandene Lektionen zurückgreift. Mit einem der nächsten Updates wird man aber auch online selbst Lektionen erstellen können.



Letzte Aktualisierung dieses Textes: 19. February 2007, 13:15.